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16. September 2010 um 10:51

Das Notting Hill von Düsseldorf: Sackgasse Flingern

Foto: www.flickr.com/photos/psycho_roy/

Gleich mehrfach bekamen wir heute Mails von verärgerten Lesern diesen Blogs, allesamt Anwohner der Herrmannstraße. Diese sei ohne Vorankündigung zur Sackgasse geworden, und das soll wohl auch für die nächsten drei Monate so bleiben. Eine Fligeranerin zählt auf, warum das mit der Sperrung so störend ist:

„Mal ganz abgesehen von den fehlenden Parkplätzen dank Baustellenfahrzeugen und aufgerissener Straße …… der Grund: Verlegung von Fernwärme für das neue Luxusappartmenthaus „Unter den Linden“ der Immobiliengesellschaft Ralf Schmitz auf der Lindenstrasse, ehemals Bunker. (…)

Wir freuen uns ja auch schon wahnsinnig auf unsere neuen Nachbarn, dank derer die Mieten hier in den nächsten Jahren noch weiter in die Höhe schnellen werden. Wie sagt Ralf Schmitz in seinem Trailer so schön: Flingern-Nord, das Notting Hill von Düsseldorf!“

Ein anderer Flingeraner schreibt nur: „Hilfe, wo soll das alles nur enden?“

39 Kommentare

  1. Ja wo soll das enden? Wohne nun seit 6 Jahren in Flingern und habe ernsthaft überlegt nach Bilk abzuwandern. Bei den Flingern @ Night Aktionen sieht man ja wohin die Reise geht und welche Klientel uns erwartet. Leider.

  2. Schön, wäre, wenn dann auch mal Ersatzplatzplätze geschaffen werden würden. Z.B. abends den Hermannplatz oder den Schulhof freigeben.
    Und noch schöner wäre, wenn Herr Schmitz die Anwohner endlich mal schont, nach dem ganzen Ärger bedingt durch Abrissarbeiten (gesundheitsschädigender,unvorstellbarer Lärm, beschädigte Wohnungen) nun dies. 🙁

  3. Ob Herr Schmitz wohl die Rechte der Film-Szenen für seinen Trailer eingekauft hat?????

  4. Hennes Jupp sagt:

    Die feinen Herrschaften dieser Luxusapartments sollen mal schön nach Oberkassel ziehen, oder da bleiben wo sie herkommen.

  5. ICH WILL MEIN FLINGERN WIEDER HABEN!

  6. KEINE GENTRIFIZIERUNG IN FLINGERN!

  7. Ach ja, wie war Flingern denn vor 15 Jahren? Die Leute haben die Nase gerümpft, als wir hier hin zogen. Der Trend ist uns gefolgt. Vieles ist besser geworden (z. B. die Auswahl an Kneipen und Läden) und weniges schlechter (die gestiegenen Mietpreise und die Bionade-Biedermeier-Leute).

    Irgendwann zieht der Trend weiter und wir noch vorher.

  8. OBERKASSEL WAR AUCH MAL FLINGERN…………
    die Kreativen schaffen die Aura und die Kapilalisten räumen ab!!!!!!

  9. Ureinwohner sagt:

    Flingern ist doch schon total verspiesst. Da sind all die jungen ach so lässigen pseudoliberalen Familien mit gutem Einkommen, die sich aufregen wenn mal ein Hund nicht angeleint rumläuft oder ein Radfahrer den Radweg auf der falschen Seite nutzt. Das 6jährige Töchterchen stieflelt derweil im Burberry-Mantel mit Mami zum Perlenreich. Da werden Elterninitiativen auf Spielplätzen gegründet, denn soziales Engagement ist ja gerade hip. Baumscheiben bepflanzen wird „Guerilla-Gardening“ genannt. Möchtegern-Snobs ziehen demnächst in besagtes Luxusappartmenthaus. Wären es wenigstens arrogante, elitäre Arschlöcher die das Viertel verändern. Es wären zwar Arschlöcher, aber sie hätten Profil. Was aber tatsächlich hier abgeht ist das reinste Spiessbürgertum. Wer das alles braucht sollte nach Mettmann oder Tuttlingen ziehen!

  10. Veranstaltung mit Andrej Holm:
    Wem gehört Düsseldorf?
    Bilk, Flingern und Oberbilk sind momentan die Stadtviertel in denen rasant Veränderungen zu beobachten sind. Die Inwertsetzung bisher preiswerter Wohnviertel, hat sich zu einem ständigen Begleiter städtischer Veränderungen entwickelt und steht für die neoliberale Version kapitalistischer Urbanisierung. Sanierte Häuser und neue Gewerbenutzungen stehen nicht nur für einen Wandel der Stadt, sondern vor allem für steigende Wohnkosten, die Verdrängung ökonomisch Benachteiligter und die Durchsetzung neuer Sozialstrukturen in den betroffenen Quartieren. Wir machen uns auf die Suche nach diesen Gentrificationprozesse. Was sind Kriterien und Auswirkungen dieser Umstrukturierung? Und vor allem – was kann man tun?
    Andrej Holm ist Stadtsoziologe an der Universität Oldenburg

    14. Oktober 2010
    19 Uhr – Bürgerhaus Bilker Arcaden
    Bachstraße 145

  11. Berhard Kröger sagt:

    Das Einsetzen neuer Fenster, Instandsetzung von Versorgungsleitungen und funktionierende Strassenbeleuchtung heißt also in Oldenburg also: „die neoliberale Version kapitlaistischer Urbanisierung“. Da bin ich ja total gespannt auf die sozialdemokratische Variante aus dem weltbekannten Think-Tank, wo man sich ja bekanntlich mit allerhand und eben vor allem auch mit Gentrifizierung total gut auskennt. Wenn diese Leute nur in Bad Zwischenahn und Delmenhorst oder eben Oldenburg bleiben würden, dann müssten sie auch keine klugen Vorträge in gebeutelten Stadtteilen von den Großstädten halten, die all die Besserwisser und Besseralszuhauseverdiener beherbergen muss.

  12. Andrej Holm kommt doch aus Berlin! Er lehrt nur in Oldenburg.
    Vieleicht hätten sie sich vorhermal informieren sollen und nicht reflexartig in die Tasten gehauen.

  13. wenn sich jemand mit gentrification auskennt dann andrej holm.
    seine seite http://gentrificationblog.wordpress.com/

  14. IHR SEID ALLE SO ERFRISCHEND DEUTSCH !!!!!!!!!!!!

  15. Ich verstehe die hier immer wieder geäußerte Kritik an dem Zuzug finanziell potenterer Neu-Flingeraner nicht. Warum wird direkt mit der Kapitalismuskeule geschwungen, sobald neue Kaufkraft Einzug in den Kiez erhält?
    Ein reines Arbeiterviertel, welches Flingern vor X Jahren anscheinend noch war, bietet bestenfalls ausreichenden Nährboden für 1€-Läden sowie diverse Discounter und Frisöre. Insofern stellt für mich insbesondere die Birkenstraße das „gute, alte Flingern“ dar. Die etwas schickeren Bars, Restaurants sowie insbesondere die kleinen Geschäfte und die Modeläden auf der Ackerstraße könnten jedoch ohne diese Kaufkraft wahrscheinlich nicht lange überleben.

    Klärt mich bitte auf, falls ich alles falsch verstanden haben sollte!

    Mfg

    42na95

  16. ChristianGausD sagt:

    Ich wette, die ersten Beschwerden der zukünftigen Bewohner des Rolf-Schmitz-Bunkers über den Lärm aus den anliegenden Schulen lassen nicht lange auf sich warten. Von den Schulen nämlich wird merkwürdigerweise nichts berichtet in seinem Notting-Hill-
    Filmchen. 🙂

  17. Ich sehe das so wie 42na95.
    Schon beeindruckend, welch polemische Bigotterie sich hier Dreiviertel-Gentrifizierte leisten: Einerseits immer wieder angesagte Galerien und Veranstaltungen im St.Pauli Blond bejubeln und sich gleichzeitig in der Sozialromantik der Arbeiterpunk-Bohème sonnen.
    Nichts gegen Galerien und das St.Pauli Blond, denn gerade, weil sich Läden wie diese halten können, wohne ich gerne hier und offensichtlich geht das hier im Blog den Meisten genauso.

  18. @Ureinwohner: Großartige Argumente mit dem nötigen Zorn vorgetragen. 100% Zustimmung.

    Blöd nur, dass ich selbst als 1a-Gentrifizier durchgehen würde. (Finkid und The North Face statt Burberry)

    Aber beim Lebensstandard ists wie beim Moppedfahrn: Wer langsamer ist als ich, ist ein Looser. Wer schneller fährt, ist’n hirnloser Raser.

    Ausblick aus eigener Erfahrung: Die auf der nächsten Gentrifizierungsstufe nachrücken, sind dann Archloch-Anwälte und machen allen das Leben zur Hölle.

    Wird also lustig, wenn die Hauptschüler ins „Refugium mit Rosenduft“ kacken.

  19. @Karin/42na95
    Ich glaube niemand hat etwas gegen Kultur, nette Cafes und schicke Wohnungen. Das Problem der Aufwertung von Stadtvierteln (im Kapitalismus!) ist die Verdrängung ärmerer BewohnerInnen weil sie sich die hohen Mieten (+13% in Ddorf!) nicht mehr leisten können.

    „…Von Politiker_Innen und vielen Medien wird den Kritiker_Innen der Gentrification oft vorgeworfen, gegen jede Veränderung zu sein und schlechte Wohnverhältnisse konservieren zu wollen. Diese Argumentation ist nichts anderes als die stadtpolitische Variante des neoliberalen TINA – There Is No Alternative. Doch auch im Bereich der Wohnungspolitik gibt es Alternativen zur marktförmigen Verwertungslogik. Inbsondere das Miet- und Städtbaurecht, die Stadtpolitik und öffentliche Wohnungsbaugesellschaften bieten viele Ansatzpunkte für eine soziale Wohnungsversorgung. Sie müssen jedoch politisch gewollt und durchgesetzt werden…“ [http://www.hallo-potsdam.org/stadtentwicklung/instrumente-gegen-verdrangung-und-steigende-mieten/]

  20. Ureinwohner sagt:

    Das, was Flingern immer ausgemacht hat war die soziale Durchmischung. Da lebten in echter Nachbarschaft die türkische Großfamilie neben der Rentnerin, der Biologie-Student neben der Sekretärin, der Kioskbesitzer neben (oder auch mit) der Künstlerin. Allen gemeinsam war eine unaufgeregte Gelassenheit und ehrliche Toleranz, die das Viertel so lebens- und liebenswert machten. Ich habe gar nix gegen gut situierte junge Familien oder Anzugträger im Porsche Cayenne. Aber seit ein paar Jahren bestehen die „Neu-Flingeraner“ aus einer recht homogenen oben beschriebenen Gruppe so daß Flingern einfach verliert.

    @ Karin: Du hast völlig recht!

  21. ChristianGausD sagt:

    @Ureinwohner
    Besser hätte ich´s nicht formulieren können. War die letzten Jahre in Berlin und habe erlebt, was mit dem ehemals liebens- und lebenswerten Prenslauer Berg pasiert ist: mittlerweile gefühlt 1 BoBo (Bourgeois Bohemian) pro 100qm und eine Mietsteigerung, die die wirklich spannenden Leute dort aus dem Kiez vertrieben hat.

    Es ist jetzt sehr langweilig im Prenzlauer Berg…

    @42na95: ja, da in Berlin heißt es wirklich Kiez, hier sagt man Viertel…;-)

  22. MaterialGirl sagt:

    Um hier mal ein bißchen Kohlen ins Feuer zu werfen: Ich bin froh, dass die Mieten steigen. Haben hier letztes Jahr eine Wohnung gekauft und freuen uns über den Wertzuwachs.
    Spießigkeit äußert sich meiner Meinung nach übrigens darin, Andersartige(s) nicht zu tolerieren – der Unspießige erfreut sich an der Vielfalt. Ich frage mich, ob die „Spießerfamilien“, von denen oben die Rede ist, etwas gegen das bunt durchmischte Flingern haben, oder ob sie sich nicht daran erfreuen und deshalb hier her ziehen. Die Spießer sind die, die eben diese Art der Andersartigkeit (nämlich die vermeintliche Spießigkeit) nicht um sich haben wollen.

    Als Kölner haben wir übigens ein möglichst „kölsches“ Viertel gesucht (sprich, der türkische Gemüsehändler wohnt in netter Nachbarschaft mit Studenten, Künstlern und Yuppies) und da gab es eigentlich nur Flingern als Alternative. In Köln klappt das irgendwie besser – da beschwert sich in Ehrenfeld niemand darüber, dass auch „Spießerfamilien“ herziehen und das Viertel kaputtmachen. Da klappt das mit der bunten Nachbarschaft – aber Düsseldorf ist eben doch nicht Köln. Selbst Flingern nicht…

  23. Herrje,
    jetzt bin ich ja ganz verunsichert, ob ich in Flingern überhaupt willkommen bin.
    Wohne seit 1,5 Jahren hier und finde es sehr schön.

    Eine gewisse Veränderung fällt aber auch mir schon auf. Da waren doch unlängst samstagmorgens alle Kinder auf dem Spielplatz völlig sauber. Das hat mich irritiert.

    Aber bin ich vielleicht die Gentrifizierung? Ab wieviel Euronen Einkommen ist man denn neoliberal?

  24. Kommt alle nach Lierenfeld!!!!!!!!

  25. ChristianGausD sagt:

    @MaterialGirl: …aber Düsseldorf ist eben doch nicht Köln. Hmmm, aber Liebelein, warum bleibt ihr dann nicht um Himmels willen in Köln!? 😉

  26. @MaterialGirl: waren die wohnungen in köln zu teuer & der wertzuwachs nicht so hoch? 😉

  27. @Ureinwohner

    Die momentane Lage ist super von Dir beschrieben worden!!!!

  28. kallinator sagt:

    Warum sind die Linken immer so intolerant?

    Dass die neuen Mieter der Luxusappartements angefeindet werden könnten, ist leider zu vermuten.

    Aber warum? Lasst die Leute doch leben wie sie möchten.

    Wie sollen die Geschäfte auf der Ackerstraße überleben, wenn nicht auch die so genannten Spießbürger bzw. BionadeBiedermeier hier leben? Sollen die Fortuna Fans im Perlenreich einkaufen?

    Mein Gott zieht doch um, wenn euch ne bunte Mischung zu viel ist.

    Aber natürlich, die neu Zugezogenen sind ja alle 0815 und sehen alle gleich aus, während ihr alle total individuell seid. Deshalb kann nach eurer Ansicht natürlich nicht von einer bunten Mischung die Rede sein.

    Viel Spaß noch beim Sorgen machen!

  29. KEINE GENTRIFIZIERUNG IN FLINGERN!!

  30. ChristianGausD sagt:

    @kallinator: Ach Gott, jetzt wird wieder die Linken-Schublade aufgemacht. Sehr kurz gedacht.

    Ich jedenfalls bezeichne mich weder als links, noch rechts und schon gar nicht liberal. Ich mag solche Schablonen nicht. Ich mag aber Flingern, weil ich hier geboren und aufgewachsen bin. Und ich habe mich bislang über die Aufwertung meines Stadtteils – auch was Lebensqualität betrifft – gefreut. Vor allem was die Lebensqualität angeht, diese haben sich die unterschiedlichsten Menschen über Jahre „erarbeitet“. Mich stört nun enorm, wenn finanzschwächere Teile dieser ursprünglichen Stadtteilbevölkerung, weil sie sich die steigenden Mieten eben nicht mehr leisten können, vertrieben werden. Auch stört mich, wenn bestimmte Neu-Flingeraner (meint nicht alle) denken, sich mit nur ihrem Geld sozusagen „einkaufen“ zu können, um dann nach einiger Zeit wie die Heuschrecken über den nächsten „hippen“ Stadtteil herzufallen.

    So, und bevor nun die „Sozialneid“-Schublade aufgemacht wird: nix da, ich bin Gutverdiener.

    Und nun wünsche ich viel Spaß beim Nachdenken…;-)

  31. der mocker sagt:

    Pffhhh…irgendwie habe ich den Knall nicht gehört, oder bei anderen ist das Gehör hinüber…was juckt mich dieser blöde Neubau auf der Lindenstrasse?..ok, Parkplätze sind weg, na und…muß ich halt suchen…ich bin auch kein Fan der Bobo-Bagage,hab‘ mich auch auf ’ne neue Frittenschmiede auf der Acker gefreut, die dann doch nur die o.g. Figuren bedient, aber laßt sie doch…das Problem liegt doch wie immer in der unangespannten Haltung der „Linken“, zu denen ich mich auch zähle…aber egal, was man sagt, o. besser schreibt…gegen eine vorgefaßte Meinung kommt man eh‘ nie an…und mir hat mein Vermieter noch keine Mieterhöhung wegen Luxusappartments auf der Lindenstraße zukommen lassen…und wenn, geh‘ ich halt woanders hin, pffhhh

  32. Pingback: Parties vorher, Silvester blond, Party 2011 | flingern.net

  33. Na die werden sich wundern, wenn pünktlich um vier Uhr morgens der erste Bus durch die Lindenstrasse und die repräsentativen Schlafzimmer rumpelt…
    Und noch mehr, wenn so ab viertel vor acht die Kinder zu den Schulen ströhmen.

  34. Krabbenheini sagt:

    Habe selten so herrlich über einen Blog gelacht!
    Der Beste Satz: „Ihr seid alle so erfrischend deutsch!“ Genial treffend!!!

    Wohne nicht in Flingern (sondern in Pempelfort), möchte aber generell etwas zum Notting Hill und dieser Diskussion loswerden.

    Die Erde dreht und bewegt sich, permanent und unaufhaltsam. Menschen scheinen (geistig) sehr oft stehen zu bleiben bzw. stehen geblieben zu sein.

    Was kann es denn Besseres für die Entwicklung einer Stadt und seiner „erfrischenden-offenen“ Bevölkerung geben, als Weiterentwicklung, Modernisierung, Fortschritt usw.?
    Nur so kann man überhaupt überleben. Das Leben geht weiter, immer weiter. Wer das Tempo nicht mitgehen will oder kann, wird „aussortiert“.
    Natürliche Auslese nennt man das! Ohne diesen Prozess wäre die Menschheit schon vor die Hunde gegangen.

    Also bitte immer weiter modernisieren, weiterentwickeln und bauen.
    Wohnraum gibt es für die nicht ganz so zahlungskräftige Bevölkerung ausreichend auf dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt! Meistens sogar ruhiger und schöner.

    Et kütt, wie et kütt!
    FLINGERN KÜTT!

  35. FlingPflanze sagt:

    achdulieberheini…
    bleiben Menschen nicht dann stehen, wenn sie alles als gottgegeben hinnehmen?? Missstände in der Gesellschaft, wie Verdrängung von weniger einkommensstarken Leuten, entstehen doch nur deshalb, weil sich diejenigen rücksichtslos durchsetzen, die die Macht bzw. das Geld haben. Und „Notting Hill“ wird ja bekanntlich von ganz oben gefördert.

    Eine Stadt muss modernisieren, sich weiterentwickeln und bauen, aber bitte nicht KOMPLETT an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei! oder sollen die Flingeraner in Kürze gar komplett „aussortiert“ werden? naja, ein paar ausgesuchte Kreative werden wohl als Hofnarren bleiben dürfen…

  36. Anna Conda sagt:

    Wann kommt die Gentrification endlich nach Flingern-Süd? Schöne Wohnungen gibts schon, zu viel Kriminalität leider auch …

  37. FlingPflanze sagt:

    Mit ein bisschen Glück erkennt der Jungmillionär aber auch das Potential der verkehrsumtosten Jülicher Straße:
    http://www.immobilienscout24.de/expose/51979313

    Zitat: „Derendorf schickt sich an, das zu werden, was man aus Paris und London kennt – und schätzt.“

    jaja, Notting Hill ist quasi überall 😉

  38. „Das Notting Hill von Düsseldorf: Sackgasse Flingern“: Wenn ich so etwas lese, denke ich, die neu-Flingeraner Yuppies werden langsam unerträglicher als die Oberkasseler. Ist Flingern das neue Zentrum der Meckerbürger, oder was????

  39. rivelino sagt:

    Die Kreativen schaffen die Aura?
    Wenn mit „Kreative“ die Kids vorm Düsselstrand, die Graffitikünstler, die sozial und antifaschistisch engagierten Menschen freundliche Nachbarinnen und Nachbarn aus allen Teilen der Welt, die Fünfe gerade sein lassen und auch ein montägliches Grillen auf der Terrasse ohne Murren hinnehmen, die Rentnerinnen und Rentner vom Rewe-Café, die Flingeraner auf den Sofas vor der Tür, die Leute vom Zakk und AK47 und die gemeint sind – dann d’accord

    Wenn Du mit „Kreative“ die WERBER meinst, und arrogante Kleinbürger die „tolle Läden“ errichten für eben die Yuppie-Spiesser-Klientel, hast Du den Schuss nicht gehört…

    Wie dem auch sei: Flingern ist ein BARRIO POPULAR und ich hoffe ganz ganz doll auf eine Immobilienkrise!

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